Von Bernd Diefenbach
Rund 150 Gäste konnte der CDU-Kreisverband bei seinem Neujahrsempfang im Fritz-Treutel-Haus in Kelsterbach begrüßen. Die CDU hatte die Untermainstadt als Veranstaltungswort ausgewählt, weil die Kelsterbacher CDU in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert.
Der Kelsterbacher CDU-Chef Uwe Albert würdigte die Gründer der Partei. Dazu zählen Walter Goy, Gerda und Alfred Wiegand, Berthold Weber, Erich Zweschper sowie Manfred Schmidt. Gründungsdatum war der 7. Mai 1962, deshalb werde im Mai groß gefeiert. Uwe Albert erinnerte daran, dass die Union in der SPD-Hochburg Kelsterbach bis 2011 in der Opposition war: „Nun dürfen wir endlich ein bisschen regieren.“ Albert hofft, dass die Kelsterbacher CDU auch ihre Zahl von 50 Mitgliedern noch steigern kann. Für die CDU sei es im SPD-dominierten Kreis Groß-Gerau schwierig gewesen. Mit Ausnahme der Gernsheimer Union wisse die CDU im Kreis, wie anstrengend Opposition sei. „Doch auch in Kelsterbach hat sich die Welt verändert“, freute sich Albert.
Gratulation auch vom SPD-Bürgermeister
Bürgermeister Manfred Ockel gratulierte der CDU auch als SPD-Chef. Er erinnerte daran, dass bereits 1946 ein Verband der Union gegründet wurde. Bei den Wahlen im gleichen Jahr erzielte die CDU 39,6 Prozent. In den 1950-er Jahren wurde im bürgerlichen Spektrum eine überparteiliche Wählerinitiative gegründet, es gab keine CDU in Kelsterbach. 1962 wurde im Gasthaus „Zur Sonne“ der CDU-Stadtverband gegründet. „Doch die Union hatte es in Kelsterbach schwer und erreichte bei Wahlen unter 30 Prozent“, erklärte Ockel. Trotzdem hätten sich speziell jüngere Mitglieder engagiert, die Junge Union in Kelsterbach sei sogar die größte Organisation im Kreis gewesen.
Michael Gahler als Hauptredner
Ockel lobte die CDU auch für ihre vielen Ideen bei den Themen Stadtmitte und Bürgerhaus. Oft sei ein langer Atem nötig. Schon 1969 beantragte die CDU ein Pflegeheim, erst 1995 wurde das Haus Weingarten eröffnet.
Hauptredner war der Europaabgeordnete Michael Gahler (CDU). Er hob hervor, dass die Union im Bund die richtigen Weichen gestellt habe. Auch die Einführung des Euro sei richtig gewesen. „Wir profitieren trotz der Krise vom Euro, denn Deutschland erzielte 2011 Einnahmen von 1 000 Milliarden Euro aus Exporten. Der Großteil davon kam aus Europa“, betonte Gahler.
Zum Schluss forderte Kreisvorsitzende Ursula Kraft für das Jahr 2012 „den sechsten Stern“ für die Union. Sie meinte schmunzelnd, dass nach Gernsheim, Stockstadt, Groß-Gerau, Nauheim und Rüsselsheim auch Büttelborn bei der Direktwahl im Dezember einen schwarzen Bürgermeister bekommen werde.



































