Das Plenum hat sich heute dafür ausgesprochen, die Zeitumstellung 2021 abzuschaffen. Die Mitgliedstaaten sollen selbst entscheiden, ob sie dauerhaft bei der Sommer- oder der Winterzeit (Normalzeit) bleiben wollen. Hierzu erklärte Michael Gahler, hessischer CDU-Europaabgeordneter:
„Wir haben heute einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, um die Zeitumstellung abzuschaffen. Es gibt das Ziel, das Drehen an den Uhren im März und im Oktober abzuschaffen und es gibt einen Zeitplan. Jetzt müssen die Mitgliedstaaten so schnell wie möglich einen gemeinsamen Ansatz finden. Die Bürger haben uns immer wieder in aller Deutlichkeit gesagt, dass sie die Zeitumstellung leid sind. Wir nehmen das sehr ernst. Die Einführung der Zeitumstellung vor einigen Jahren hat nicht die erwarteten Vorteile, etwa Energieeinsparungen, gebracht. Stattdessen gibt es Warnungen von Ärzten über Gesundheitsgefahren, Nachteile für Unternehmen, erhöhte Straßenverkehrsunfälle und sogar Störungen im Biorhythmus bei Tieren.
Bis April 2020 sollen die Mitgliedstaaten der EU-Kommission mitteilen, ob sie dauerhaft bei der Sommer- oder der Normalzeit bleiben wollen. Um dadurch möglicherweise entstehende Nachteile für den Binnenmarkt zu vermeiden, verlangen wir Abgeordnete einen Koordinierungsmechanismus. Im März 2021 soll dann zum letzten Mal die saisonale Zeitumstellung auf Sommerzeit erfolgen. Ich würde mich freuen, wenn die Mitgliedstaaten ab diesem Datum die „ewige Sommerzeit“ festschreiben.“

Hintergrund:
In einer Online-Konsultation der EU-Kommission aus dem Sommer vergangenen Jahres haben sich mehr als 80 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. 70 % der Teilnehmer an der Befragung kamen aus Deutschland, 84% der teilnehmenden Deutschen stimmten für eine Abschaffung.

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Birgit Raschel

Beisitzer im Kreisvorstand, Mitglied im Bildungsauschuss

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