Die Kreistagsfraktion der CDU hat in ihrer Klausurtagung am Wochenende intensiv die Situation der medizinischen Versorgung für die Menschen im Kreis Groß-Gerau diskutiert und analysiert.
Hierbei stand für die CDU-Kreistagsfraktion eindeutig der Erhalt eines Gesundheitszentrums in der Kreisstadt Groß-Gerau im Vordergrund. Dies umso mehr, da ein solcher Standort eine hohe Versorgungssicherheit für alle Bewohner des Kreises bietet.
Leider haben die bisherigen Verfahrensweisen in und mit der Kreisklinik dazu geführt, dass jährlich wachsende Defizite in zweistelliger Millionenhöhe den Betrieb eines Gesundheitsstandortes erheblich gefährden. Ursächlich hierfür ist die mangelhafte Geschäftsführung und Aufsicht der Kreisklinik in den vergangenen Jahren.
Erst mit der neuen Geschäftsführung zeichnen sich mögliche Alternativen ab. Jedoch können zukunftsträchtige Lösungen nur dann Chancen auf ihre Realisierung haben, wenn die Verantwortlichen in der Lage sind, die Lasten der Vergangenheit zu bereinigen.
Dazu gehört, dass die zahlreichen Fehler der Vergangenheit erkannt, Verantwortliche benannt und neue Strukturen bzw. Systeme eingerichtet werden.
Einen Neustart – in welcher Form und in welchem Umfang auch immer –
kann es ohne die Aufarbeitung der letzten Jahre und daraus folgenden Lehren nicht geben. Daher fordert die CDU-Fraktion, dass die Festlegung auf ein Konzept für das Gesundheitszentrum Groß-Gerau erst dann
erfolgt, wenn alle Fakten und Informationen zur Vergangenheit vorliegen, hieraus für den zukünftigen Betrieb die richtigen Schlüsse gezogen werden und ein belastungsfreier Neustart möglich ist.

Dies ist aus Sicht der CDU bis heute noch längst nicht der Fall. Daher wird die CDU-Fraktion beantragen, die Behandlung des Zukunftskonzepts der Kreisklinik zu vertagen bis die vorhandenen Altlasten vollständig bekannt sind und der belastungsfreien Zukunft des Gesundheitsstandorts nicht
mehr im Wege stehen. Hier ist der Landrat als Vertreter des Gesellschafters und Vorsitzender des Aufsichtsrats gefordert, diese Klärung nicht zu verzögern oder gar zu behindern und auch seiner
politischen Verantwortung nunmehr gerecht zu werden. Die Erwartung der CDU-Fraktion ist, dass die erforderliche Aufarbeitung noch vor der ersten Sitzung des Kreistags im Jahr 2020 abgeschlossen ist und vorgelegt wird. Dies ist umso dringender notwendig, um Patienten und Mitarbeitern klare und gesicherte Perspektiven für den Gesundheitsstandort aufzuzeigen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

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Birgit Raschel

Beisitzer im Kreisvorstand, Mitglied im Bildungsauschuss

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