Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) in Groß-Gerau begrüßt die Eini-gung der Großen Koalition auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in zwölf Gewerken. „Es war ein großer Fehler, dass die rot-grüne Bundesregierung 2004 die Meisterpflicht für 53 Gewerke abge-schafft hat“, sagt Vorname Kalka, Funktion der MIT Groß-Gerau. „Sowohl die Qualität als auch die Ausbildungsleistung haben stark abgenommen. Deshalb ist es ein großer Erfolg, dass die Große Koalition diesen Fehler jetzt in den meisten relevanten Gewerken korrigieren will.“

Am Montag (9. September) haben sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden von Union und SPD im Bundestag, Carsten Linnemann und Sören Bartol, auf die Handwerksberufe geeinigt, in den die Kriterien für eine Meisterpflicht erfüllt werden. Der Vorschlag beinhaltet die Wiedereinführung der Meisterpflicht in folgenden zwölf Ge-werken: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Be-hälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstat-ter, Orgel- und Harmoniumbauer. „Die Meisterpflicht soll zum 1. Januar 2020 eingeführt werden. Sie soll aber nur für neu gegründete Betriebe gelten, bestehende Betriebe genießen Bestands-schutz“, erläutert Kalka.

Die Wiedereinführung der Meisterpflicht ist eine zentrale Forderung der MIT. Kalka: „Der Meisterb-rief ist ein Qualitätsmerkmal des Handwerks in Groß-Gerau. Er garantiert höchste Qualität der Ar-beit und der beruflichen Ausbildung unserer Betriebe. Deshalb ist es so wichtig, dass die Koalition den Meisterbrief erhalten und stärken wird.“

Die MIT Groß-Gerau fordert von der Großen Koalition eine weitere Stärkung des dualen Ausbil-dungssystems: Sie schlägt einen Meisterbonus vor, mit dem bei bestandener Meisterprüfung an-gefallene Gebühren ganz oder teilweise erstattet werden. Kalka: „Ein Meisterbonus oder auch eine Gleichstellung des Meistertitels mit dem Bachelor würde helfen, dem Trend zur Akademisierung entgegenzuwirken und die Attraktivität der Ausbildungsberufe dauerhaft zu verbessern.“

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Birgit Raschel

Beisitzer im Kreisvorstand, Mitglied im Bildungsauschuss

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