Das Heimatmuseum in Biebesheim mit landwirtschaftlicher Remise mit Großgeräten erhält 22.500 Euro Unterstützung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Zusammenarbeit mit der Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Das Programm richtet sich gezielt an landwirtschaftliche Museen in Städten und Gemeinden mit bis zu 30.000 Einwohnern oder Orten mit ländlichem Charakter. Bedingungen zur Förderung sind dabei eine Verknüpfung der Ausstellungsschwerpunkte mit den Themen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Ernährung, Gartenbau, Weinbau oder Fischerei.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer erklärt dazu: „In unserer technologisierten Welt ist vielen der Ursprung, der Anbau und die Verarbeitung unserer Lebensmittel immer unklarer. Heimatmuseen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Wissens rund um die Entstehung und Tradition der Landwirtschaft. Ich freue mich sehr über die Zuwendung des Bundes zum Erhalt des Heimatmuseums Biebesheim und die Anerkennung der Relevanz dieser Institution. Durch die Bundesmittel wird das kulturelle Angebot vor Ort weiter gestärkt und Geschichte lebendig gehalten.“
Auch der Bürgermeister der Gemeinde Biebesheim, Thomas Schell, äußert sich erfreut: „Ich freue mich sehr, dass der Antrag des örtlichen Heimat- und Geschichtsvereins für eine Bundesförderung erfolgreich war und mit dieser Förderung die Erinnerung an die landwirtschaftliche Geschichte unserer Gemeinde weiter bewahrt und verbessert werden kann.“
Die Fördergelder sollen genutzt werden, um die Remise des Museums mit neuen Beleuchtungsmitteln und Elektrotoren und -rollläden auszustatten. Die Remise soll Ausstellungsort landwirtschaftlicher Großgeräte aus dem Kreis bis zur Erfindung des Traktors werden. Darunter fallen verschiedene gezogene Landwirtschaftsgeräte, wie z.B. Bindemäher, eine Nähmaschine mit Handablage zur Getreideernte, einen Wellenschlitten für Brennholztransporte im Winter und weitere Geräte. Die Remise und das gesamte Museum sollen 2022 neu eröffnet werden und dem Publikum zugänglich gemacht werden. Getragen wird das Heimatmuseum von Ehrenämtlern des Heimat- und Geschichtsvereins Biebesheim.
Seit dem 1. April können Förderungen in Höhe von bis zu 50.000 Euro auf der Webseite des Deutschen Verbands für Archäologie e.V. (DVA) unter https://www.dvarch.de/ beantragt werden. Dort sind alle Details der Ausschreibung zu finden. Die Prüfung und Bewilligung der Anträge erfolgt nach dem zeitlichen Eingang der vollständigen Antragsunterlagen.
Die Unterstützung der Landwirtschaftsmuseen in ländlichen Räumen ist Teil des „Soforthilfeprogramms Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Damit können die vielfach ehrenamtlich getragenen Museen in ländlichen Räumen ihre wertvolle Arbeit auch in Zukunft aufrechterhalten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Kulturstaatsministerin Monika Grütters leisten mit dem Soforthilfeprogramm einen echten Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen. Durchgeführt wird die Maßnahme vom DVA.

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Kontaktperson

Birgit Raschel

Beisitzer im Kreisvorstand, Mitglied im Bildungsauschuss

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