Mit Sorge schaut die CDU-Fraktion im Groß-Gerauer Kreistag auf die Entwicklung der Corona-Fallzahlen im Kreis. Während Land auf, Land ab die Inzidenzzahlen deutlich gesunken sind, belegt der Kreis Groß-Gerau den 6. Platz deutschlandweit. Mehr als die Hälfte der derzeitigen Corona-Fälle sind dabei auf die Stadt Rüsselsheim am Main zurückzuführen. Anlass für die CDU-Fraktion in dieser Thematik im Kreistag nachzufragen.
“Der Kreis Groß-Gerau hat sich von Nord bis Süd in der schwierigen Zeit der vergangenen Monate immer solidarisch mit einzelnen Schwerpunktgebieten gezeigt.” stellt der Fraktionsvorsitzende und Riedstädter Bürgermeister Marcus Kretschmann fest. “Wir laufen nun aber Gefahr diesen Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung aufs Spiel zu setzen, falls Lockerungen wegen der anhaltenden Problematik in Rüsselsheim nicht oder erst später als in den Nachbarkreisen erfolgen. Hier steht der Landrat in der Verantwortung und wir erwarten konkrete Maßnahmen von ihm.”
Die CDU-Fraktion möchte daher wissen, welche Erklärung Landrat Thomas Will für die im Landes- und Bundesvergleich sehr hohen Inzidenzzahlen hat und welche Maßnahmen gemeinsam mit der Stadt Rüsselsheim bisher unternommen wurden.
“Es ist zu kurz gesprungen nur auf eine problematische Soziallage und beengte Wohnverhältnisse in Teilen Rüsselsheims zu verweisen.” findet der Vorsitzende des CDU-Kreisverbands, Bundestagsabgeordneter Stefan Sauer. “Auch Darmstadt, Wiesbaden oder Frankfurt haben vermeintlich schwierige Stadtteile. Dennoch gelingt es den Behörden dort die Fallzahlen nachhaltig zu senken. In Städten wie Ludwigshafen oder Worms wurden Sonderimpftermine in besonders betroffenen Stadtteilen durchgeführt. Wieso unternimmt Landrat Will nichts in dieser Richtung?”
Aus Sicht der CDU-Kreistagsfraktion ist die Problematik mit überdurchschnittlich hohen Fallzahlen in Rüsselsheim am Main nicht neu, sondern war im Verlauf der vergangenen Monate schon absehbar.

Hier stellt sich unwillkürlich die Frage, ob Landrat Will mit Blick auf den einsetzenden Sommer auf Zeit spielen wollte und die Entwicklung ihm nun mittlerweile entglitten ist. Es gilt nun klar und offen Problembereiche zu benennen und Maßnahmen zu ergreifen. Wenn der Landkreis hierzu nicht alleine in der Lage ist, muss er Hilfe beim Land erbitten, um der Situation schnellstmöglich Herr zu werden.

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Birgit Raschel

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