Eine an sich recht ruhige Kreistagssitzung, die erstmals im Bürgerhaus Mörfelden stattfand. Die rund 50% größere Saalfläche gegenüber der Riedhalle Dornheim wirkte sich unter dem Hintergrund der Corona-Pandemie angenehm auf die Sitzungsatmosphäre aus.
Dem historischen Datum angemessen gedachte der Kreistag zu Sitzungsbeginn den Opfern der Pogromnacht 1938 und der islamistischen Terroranschläge der letzten Jahre in Paris, Nizza, Dresden und Wien.
Anschließend folgten leider gleich zwei Vorgänge, die einmal mehr die Blockadehaltung der rot-rot-grünen Koalition zeigten: Aufgrund der aktuell auch im Groß-Gerauer Gesundheitsamt geleisteten Amtshilfe der Bundeswehr, war es der CDU-Fraktion ein Anliegen, einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag für ein Dank an die Truppe in die Tagesordnung aufzunehmen. Dies wurde mit dem Argument der Nicht-Dringlichkeit mehrheitlich abgelehnt. Des Weiteren musste aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses unser Prüfantrag zum Fifty-Fifty-Taxi von der Tagesordnung heruntergenommen werden, da die SPD noch Beratungsbedarf sieht. Beratungsbedarf zu einem Prüfantrag, der zudem schon seit einigen Wochen vorliegt? Weiterer Kommentar überflüssig.
Nach den Abstimmungen zu den TOP’s der Tagesordnung ohne Aussprache folgten die weiteren Themen mit Aussprache. Hier stand zunächst der Abschlussbericht zum Akteneinsichtsausschuss Kreisklinik an. Da sich dort wenig Kritisches findet, beantragen FDP und CDU jeweils unabhängig voneinander die ergänzende Aufnahme ihrer Fraktionsberichte, die sehr wohl ganz konkrete kritische Hinweise beinhalten.
Beide Ergänzungsanträge wurden jedoch von der Koalition abgelehnt. Für die CDU-Fraktion stand damit unmittelbar fest, dass man nun alternativ mittels Anfrage konkret nachhaken wird. Sobald hierzu zu Antworten vorliegen, werden wir über das weitere Vorgehen entscheiden.
Alle weiteren Punkte der Tagesordnung verliefen mehr oder minder routine- und planmäßig. Deren Inhalte und Abstimmergebnisse sind im öffentlichen Protokoll für jedermann nachlesbar.

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